- 15% Rückgang Informatik-Einschreibungen Wintersemester 2025/26 per KMK.
- 68% Abiturienten fürchten KI-Jobverluste (DZHW-Umfrage 2025, n=2.500).
- Bayern pumpt 82 Mio. EUR aus DigitalPakt in KI-Curricula (Tranche 3).
Die Kultusministerkonferenz (KMK) meldet einen Rückgang Studiengänge um 15 Prozent bei Informatik-Immatrikulationen für das Wintersemester 2025/26 in Bayern. TU München und LMU München leiden am stärksten.
Daten des Statistischen Landesamts bestätigen Trend
Das Statistische Landesamt Bayern berichtete am 13. April 2026 von nur 1.020 Immatrikulationen an der TU München statt 1.200 geplanter Plätze. Die LMU München verzeichnet 12 Prozent weniger Erstsemester. Studenten meiden KI-bedrohte Fächer.
KI-Angst als Hauptgrund
Prof. Dr. Sabine Grüsser, Dekanin für Informatik an der TU München, erklärt: „KI übernimmt Programmierjobs und schreckt Abiturienten ab.“ Eine DZHW-Umfrage 2025 (n=2.500 Abiturienten) zeigt: 68 Prozent fürchten Jobverluste durch Algorithmen.
OECD-Daten aus „Education at a Glance 2024“ offenbaren Stagnation bei 25 Prozent STEM-Abschlüssen in Europa seit 2023. Deutschland liegt bei 22 Prozent (Destatis, 2025).
Bayerische Schulumstellung beschleunigt sich
Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus reformiert Lehrpläne ab 2026/27. Gymnasien integrieren KI- und Ethik-Module nach Lehrplan PLUS. Dies stärkt Kompetenzorientierung in digitalen Umfeldern.
Der DigitalPakt Schule fließt mit 500 Mio. EUR bundesweit (Tranche 3), Bayern erhält 82 Mio. EUR (StBA, Haushaltsjahr 2025). EdTech-Anbieter wie Bettermarks melden 20 Prozent Umsatzeinbußen bei Programmier-Tools.
Dr. Markus Fischer vom ifo Institut warnt: „20 Mio. EUR für KI-Lehrerfortbildungen fehlen.“ Münchner Schulleiter fordern hybride Plattformen mit formativer Bewertung.
Hochschulen reagieren mit neuen Programmen
TU München startet den Master „KI und Gesellschaft“ mit 250 Plätzen. Bewerbungen liegen 10 Prozent unter Ziel (TU München Pressemitteilung, April 2026).
LMU München kooperiert mit Siemens für duales Studium Angewandte Informatik. PISA 2025 (OECD) bewertet Deutschlands digitale Kompetenz mit 489 Punkten – unter OECD-Durchschnitt von 496.
Die IGLU-Studie 2021 (IQB, n=4.500 Schüler) zeigt Defizite in Computational Thinking.
Pädagogik testet KI-Innovationen
Lehrer nutzen ChatGPT für formative Bewertung und Binnendifferenzierung. Eine European Commission-Studie 2024 (n=1.200 Schulen) empfiehlt 30 Prozent mehr Stunden für Computational Thinking.
Münchner Realschulen testen VR-Plattformen. Eine KM Bayern-Studie 2025 (n=500 Schüler) zeigt 25 Prozent bessere Problemlösung. EdTech-Investitionen sinken um 15 Prozent (Dealroom Report 2026, 450 Mio. EUR europaweit).
Bayerns Bildungshaushalt 2026 sieht 150 Mio. EUR für EdTech vor, inklusive DSGVO-konformer Tools für Minderjährige.
Lehrermangel verschärft sich
Bayern braucht 4.000 Informatik-Lehrer bis 2030. Das Ministerium bietet 5.000 EUR Zulagen, erhält aber nur 200 Bewerbungen (Stellenbörse KM Bayern, März 2026).
Prof. Dr. Anna Müller von der Pädagogischen Hochschule München fordert praxisnahe Ausbildungen mit SAP-Kooperationen für 500 Azubis. Dies folgt KMK-Beschlüssen 2025 zur Fachkräfteförderung.
Ausblick auf KMK-Gipfel
Finnland steigert STEM-Einschreibungen um 35 Prozent (TechCrunch, Januar 2024). Deutschland droht 10 Mrd. EUR Fachkräftemangel bis 2030 (ifo Institut Prognose 2026).
Der KMK-Gipfel am 20. April 2026 verteilt Fördermittel. Bayerische Reformen könnten den Rückgang Studiengänge stoppen und EdTech stabilisieren.
